
Darim Rahmatallah
Senior Product Manager, Thales
Als Software- oder Gerätehersteller sind Sie es wahrscheinlich gewohnt, über Ihre Benutzer, Features und die Funktion, die Ihr Produkt erfüllen soll, nachzudenken. Lizenzierung kann da schnell als nebensächlich abgetan werden. Softwarelizenzierung ist jedoch ein wichtiger Bestandteil Ihrer Monetarisierungsstrategie.
Zunächst müssen Sie sich die Frage stellen: Was ist eine Softwarelizenz? Lizenzierung ist das Instrument, mit dem Sie Ihre Investition schützen. Aber auch die Art und Weise, wie Sie Ihre Softwarelizenzen verwalten, hat Auswirkungen auf alle Unternehmensbereiche – vom ursprünglichen Produktdesign bis hin zum Marketing. Aus diesem Grund ist die Gestaltung Ihrer Softwarelizenzverträge eine wichtige Entscheidung.
Was ist also ein Softwarelizenzvertrag? Das ist der Vertrag zwischen Ihnen und Ihren Nutzern, in dem Sie genau festlegen, wie diese Ihre Software nutzen dürfen. Welche Struktur für Sie die richtige ist, hängt von Faktoren wie Ihren Ressourcen und Workflows, Ihrer langfristigen Wachstumsstrategie und Ihren Benutzern selbst ab – wer sie sind, ihr Kundenlebenszyklus, ihr Budget, ihre Prioritäten und wie sie Ihr Produkt verwenden.
Als Orientierungshilfe für Sie haben wir diesen ultimativen Leitfaden zu den verschiedenen Softwarelizenzierungsmodellen erstellt. Wir beginnen mit einigen Definitionen des Begriffs Softwarelizenz und helfen Ihnen, die Lizenzierungsbeispiele zu finden, die für Sie und Ihre Kunden am sinnvollsten sind.
Rechtliche Definitionen des Begriffs Softwarelizenz
Die Lizenzvergabe ist ein wichtiger Faktor für Umsatz und finanzielles Wachstum, aber in erster Linie ist sie ein rechtlicher Schutz für Ihr geistiges Eigentum. Deshalb ist es wichtig, die rechtlichen Kategorien zu kennen, die die meisten Lizenzierungsmodelle umfassen: Sie bilden die Grundlage für Ihre Monetarisierungsstrategie. Im Folgenden sind einige der wichtigsten Begriffe erläutert, die Sie kennen sollten:
Was ist eine proprietäre Softwarelizenz?
Eine proprietäre Softwarelizenz wird verwendet, wenn der Ersteller der Software die Kontrolle darüber behält, wer die Software verwendet, wie sie verwendet wird und wie der Code selbst aussieht. Dies gilt für die überwiegende Mehrheit der kommerziellen Lizenzen und die überwiegende Mehrheit der im Handel erhältlichen Software, obwohl es dabei auch Ausnahmen gibt.
Jede Software, die nicht proprietär ist, fällt in eine der verschiedenen Kategorien von Open-Source-Software. Open-Source-Software wird öffentlich zugänglich gemacht, und jeder, der möchte, kann den Code übernehmen, ihn anpassen und darauf aufbauen. Sie ist nicht unbedingt kostenlos und es können Einschränkungen bei der Nutzung bestehen, aber der ursprüngliche Entwickler hat dennoch eine viel geringere Kontrolle. Deshalb ist eine proprietäre Softwarelizenz in der Regel der richtige Weg für Unternehmen, die ihre Software verkaufen möchten. Sie können problemlos Qualität gewährleisten und Support sowie Updates bereitstellen, ohne es potenziellen Konkurrenten zu einfach zu machen.
Was ist eine kommerzielle Softwarelizenz?
Auf den ersten Blick scheinen kommerzielle und proprietäre Software dasselbe zu sein. In Wahrheit beziehen sie sich jedoch auf zwei unterschiedliche Eigenschaften von Software. Eine kommerzielle Softwarelizenz gilt für jede Software, mit entweder ihre Entwickler oder die Menschen, die sie nutzen, Geld verdienen wollen. Der Begriff „kommerziell“ bezeichnet also den Zweck der Software, während „proprietär“ ihre rechtliche Nutzung beschreibt.
Natürlich überschneiden sich diese beiden Bereiche häufig. Beispielsweise verwendet ein Unternehmen, das Unternehmenssoftware auf Abonnementbasis anbietet, den Code aber unter Verschluss hält, eine kommerzielle und proprietäre Lizenz. Andererseits stellen immer mehr führende Softwareunternehmen Teile ihrer kommerziellen Software als Open-Source zur Verfügung.
Was ist eine nicht-kommerzielle Softwarelizenz?
Eine nicht-kommerzielle Lizenz ist genau das Gegenteil. Sie bedeutet, dass Software nicht dazu verwendet werden darf, auf direkte oder indirekte Weise Geld zu verdienen. Die Software kann kostenlos oder kostenpflichtig sein, darf aber dennoch nur für private Zwecke genutzt werden. So kann beispielsweise ein Desktop-Publishing-Programm verwendet werden, um eine Geburtstagskarte für ein Familienmitglied zu erstellen, aber nicht für eine Anzeige, in der einem Kunden ein Geburtstagsrabatt angeboten wird.
Was ist eine private Softwarelizenz?
Private Softwarelizenzen beziehen sich in der Regel auf Software, die für den internen oder privaten Gebrauch bestimmt sind – ihr Eigentümer oder Entwickler ist auch ihr einziger Benutzer. Anwendungen, die unter eine private Softwarelizenz fallen, können technisch gesehen kommerziell, nicht-kommerziell oder proprietär sein, dies ist jedoch nicht wirklich relevant, wenn außer dem Entwickler ohnehin niemand Zugriff darauf hat.
Software-Lizenzmethoden: on-premises, in der Cloud und hybrid
Unabhängig davon, ob Ihre Software cloudbasiert, on-premises oder in einer hybriden Umgebung eingesetzt wird, gewährleistet die Abstimmung von Lizenzverwaltung und Bereitstellung einen nahtlosen Zugriff und die Einhaltung von Vorschriften.
Cloud-Lizenzierung
Wenn Ihre Software in der Cloud bereitgestellt wird, benötigen Sie einen Cloud-Lizenzserver, um den Benutzerzugang von einem zentralen Standort aus zu verwalten. Wahrscheinlich werden Sie Lizenzierungsmodelle einsetzen wollen, die zu Strategien mit wiederkehrenden Einnahmen passen, wie z. B. Abonnementlizenzen, Sitz-basierte (benutzerbasierte) und nutzungsbasierte Lizenzen (Verbrauchslizenzen).
On-Premises-Lizenzierung
Typische On-premises-Lizenzierung
Wenn Ihre Software in der lokalen Umgebung Ihres Kunden bereitgestellt wird, wählen Sie einen On-Premises-Lizenzserver, der den Zugriff vom Netzwerk des Kunden aus gewährt und beschränkt. Wenn es um die Preisgestaltung von On-Premises-Produkten geht, werden Sie höchstwahrscheinlich unbefristete Lizenzen, Node-Locked-Lizenzen und Floating-Lizenzmodelle verwenden.
On Premises mit Cloudzugriff
Wenn Sie zu wiederkehrenden Einnahmen übergehen möchten, ohne auf eine Cloud-Bereitstellung umzusteigen, ist ein Cloud-Lizenzserver die Brücke zwischen moderneren Preismodellen und traditioneller Bereitstellung. Der Lizenzserver bietet Cloud Contention und ermöglicht den Nutzern einen SaaS-ähnlichen Zugriff, auch wenn Ihre Lösung nicht in einer Cloud bereitgestellt wird.
Hybrid-Lizenzierung
In hybriden Umgebungen wechseln die Benutzer zwischen lokalem und Fernzugriff. Ein Cloud-Lizenzserver, der in hybriden Umgebungen bereitgestellt wird, unterstützt Sie dabei, einheitliche Arbeitsabläufe zu schaffen, so dass Kunden auf ihre Softwareprodukte immer auf die gleiche Weise zugreifen können, unabhängig davon, ob es sich um SaaS- oder herkömmliche Anwendungen handelt. Darüber hinaus profitieren Unternehmen, die einen umfassenden Überblick über die Nutzung von Kundenlizenzen, die Aktivierung und die Einhaltung von Vorschriften über mehrere Produkte hinweg wünschen, von der Implementierung eines Cloud-Lizenzservers.
Whitepaper
Wie man Softwarelizenzen und -berechtigungen richtig einsetzt
Informieren Sie sich in unserem praktischen Leitfaden über den Prozess der Lizenzierung, der Bereitstellung und des Schutzes Ihrer Software. Erfahren Sie, wie wichtig die Optimierung Ihrer Softwarelizenzierung ist. Vermeiden Sie die üblichen Fehler. Nutzen Sie stattdessen das Fachwissen, das Sie brauchen, um gleich beim ersten Mal alles richtig zu machen.
Softwarelizenzmodelle: Das Wichtigste
Mit den verschiedenen Methoden der Bereitstellung und den grundlegenden rechtlichen Kategorien als Bausteine können Sie eine Vielzahl von Lizenzierungsmodellen erstellen. Aber fangen wir doch zunächst mit einigen Grundlagen an. Bei anderen Lizenzierungsmodellen handelt es sich entweder um selten auftretende Strukturen, die nur für ein Nischenpublikum gelten, oder um Variationen und Kombinationen dieser wesentlichen Elemente.
Was ist eine unbefristete Lizenz?
Bei einer unbefristeten Lizenz kauft der Kunde die Software einmal und kann sie dann so lange verwenden, wie er möchte. Dies war das gängigste Modell, bevor Cloud-basierte Lizenzierung eine Option wurde, und auch heute hat es noch immer einige Vorteile. Wenn Sie wissen, dass Sie die Software langfristig nutzen möchten, ist eine einmalige, eindeutige Gebühr praktisch und leicht zu verstehen. Auf der anderen Seite haben Sie in der Regel keinen Zugriff auf Upgrades, Patches und Support.
Der häufigste Grund, sich für eine unbefristete Lizenz zu entscheiden, hat jedoch mit der Hardware zu tun. Wenn Ihre Software direkt auf dem Gerät des Benutzers gehostet wird, kann die Lizenzverlängerung umständlich sein. Dies kommt ins Spiel, wenn es um das Internet der Dinge oder um Geräte geht, die nicht auf einen Internetzugang angewiesen sind, sei es aufgrund der Standorte, an denen sie verwendet werden, oder aus Sicherheitsgründen.
Was ist eine Abonnementlizenz?
Das Gegenteil einer unbefristeten Lizenz ist die Abonnementlizenz , bei der Sie eine Gebühr für eine zeitlich begrenzte Nutzung erheben. In der Regel zahlen die Kunden pro Monat oder Jahr. Wenn der Kunde die Vereinbarung nach Ablauf dieses Zeitraums nicht erneuert, verliert er den Zugriff auf die Software. Dies ist durch das Aufkommen cloudbasierter Lizenzmodelle wesentlich bequemer und beliebter geworden.
Die Lizenzierung auf Abonnementbasis bietet den Nutzern viel mehr Flexibilität und erfordert viel weniger Engagement als eine unbefristete Lizenzierung. Als Entwickler erhalten Sie eine laufende Beziehung zu Ihren Kunden. Zusammengenommen bedeutet dies, dass sich ein minimaler Lizenzvertrag über einen kurzen Zeitraum zu einem niedrigen Preis in einen umfangreichen Lizenzvertrag verwandeln kann, der über Jahre hinweg zu wesentlich höheren Preisen verlängert wird.
Was ist eine SaaS-Lizenz?
Bei einer SaaS-Lizenz zahlen SaaS-Kunden für die Nutzung der Software über einen bestimmten Zeitraum, anstatt eine Kopie zu kaufen und diese zu besitzen. Diese Art von Abonnementmodell wird oft mit anderen Dienstleistungen wie Kundensupport, Upgrades und Zugang zu hilfreichen Inhalten angeboten. Der Softwareanbieter hostet die Software in der Cloud, anstatt dass der Kunde sie auf seinem eigenen Server oder Gerät installiert.
Heute ist dies das Standardmodell für fast jede Unternehmenssoftware. Da die Software in der Cloud gehostet wird, lassen sich die Lizenzvereinbarungen leicht aktualisieren, sodass die Software problemlos skaliert werden kann. Anbieter können SaaS-Lizenzen für dieselbe Software auf effiziente Weise zu einer Vielzahl von Preisen anbieten.
Was ist eine benutzerbasierte Lizenz?
Die benutzerbasierte Lizenzierung (auch konto- oder identitätsbasierte Lizenzierung genannt) ermöglicht den Benutzern den Zugriff auf ihre lizenzierte Software über einen authentifizierten Benutzernamen und ein Kennwort. Sie unterscheidet sich deutlich von anderen Lizenzierungstechniken, bei denen der Zugriff auf die Software über einen Lizenzschlüssel erfolgt, der an ein Gerät gekoppelt ist.
Der Arbeitsablauf der kontobasierten Lizenzierung ist einfach: Ein Benutzer meldet sich mit seinen Anmeldedaten (Benutzername oder E-Mail und Passwort) an und wird authentifiziert. Die Authentifizierung kann über das integrierte Identitätsmanagementsystem von Thales oder über Ihr bestehendes Identitätsmanagementsystem erfolgen. Der Lizenzierungsmechanismus prüft dann die Lizenzberechtigungen, um festzustellen, welche Funktionen der Benutzer nutzen darf. Die Lizenz überprüft auch alle anderen Berechtigungen, einschließlich derjenigen, die sich auf Gleichzeitigkeit, Verbrauch oder Dauer beziehen.
Der Zugriff auf Software, die durch eine benutzerbasierte Lizenzierung gesperrt ist, ist für die meisten Nutzer von SaaS- oder B2C-Plattformen einfach und vertraut.
Was ist eine Concurrent-Softwarelizenz?
Der Kauf einer Concurrent-Softwarelizenz ist wie der Kauf von Waren in großen Mengen. Der Benutzer erhält eine bestimmte Anzahl von Lizenzen, die gleichzeitig verwendet werden können. Dann kann jedes Mitglied des Unternehmens diese Lizenz auf jedem Gerät verwenden. Dieses Modell ist sowohl einfach als auch flexibel und daher kostengünstig. Es ist besonders nützlich für Unternehmen, die im Schichtbetrieb arbeiten oder über mehrere Zeitzonen verteilt sind. Wenn die Mitarbeiter nicht gleichzeitig arbeiten, können sie sich problemlos dieselbe Lizenz teilen. Dadurch spart sich das Unternehmen den Aufwand, zwischen Benutzern wechseln oder vorab genau herauszufinden zu müssen, wer was benötigt.
Was ist eine Floating-Lizenz?
Eine Floating-Lizenz ist ein anderer Begriff für eine Concurrent-Lizenz: Softwarelizenzierung auf der Grundlage der Anzahl der gleichzeitigen Benutzer, unabhängig davon, wer sie sind oder welche Geräte sie benutzen. Man spricht von einer Floating-Lizenz, weil sie problemlos zwischen verschiedenen Benutzern innerhalb einer Organisation übertragen werden kann.
Was ist eine Feature-Lizenz?
Bei der Feature-Lizenzierung werden verschiedene Funktionen für verschiedene Kunden verfügbar gemacht. So können Sie dieselbe Software zu unterschiedlichen Preisen anbieten und Lizenzvereinbarungen dazu nutzen, Ihre Software an unterschiedliche Kundenbedürfnisse anzupassen. Dies gibt Ihnen weitreichende Kontrolle und wird oft mit anderen Softwarelizenzierungsmodellen kombiniert. So kennen Sie wahrscheinlich Softwareanbieter, die ein „Basispaket“ mit einigen Funktionen und einer geringen Anzahl von Benutzern anbieten. Das „Premium-Paket“, das viel mehr Benutzer zulässt, enthält darüber hinaus zusätzliche Funktionen. In diesem Fall kombiniert der Softwareanbieter eine benutzerbasierte und eine Feature-Lizenz.
Softwarelizenzmodelle: weitere Optionen
Je nach Ihrer Software und Ihren Kunden kann eines dieser weniger gebräuchlichen Lizenzmodelle die beste Wahl für Sie sein. Scheuen Sie sich nicht, kreativ zu werden.
Was ist eine Metered-Lizenz?
Eine Metered-Lizenz schränkt den Zugriff auf die Software auf der Grundlage eines zählbaren Wertes ein. Als Kriterien können beispielsweise die Anzahl der Anmeldungen des Benutzers, die Häufigkeit der Nutzung einer bestimmten Funktion oder auch die gesamte Nutzungsdauer der Software dienen. Dieses Lizenzierungsmodell umfasst einige der unten aufgeführten spezifischeren Modelle und kann problemlos in Verbindung mit einem anderen Modell verwendet werden. Eine Projektmanagement-Software kann zum Beispiel eine monatliche Gebühr (Abonnement) erheben, die von der Anzahl der Teammitglieder abhängt (benutzerbasiert) und eine begrenzte Anzahl von Aufgaben oder Projekten unterstützt (Metered).
Was ist eine Use-Time-Lizenz?
Die Use-Time-Lizenz, auch bekannt als nutzungsbasierte Abrechnung, ist ein Beispiel für eine Metered-Lizenzierung, die sich nach der Zeit richtet, in der der Benutzer angemeldet war und die Software verwendet hat. Der Benutzer zahlt im Voraus für einen bestimmten Zeitraum und sobald diese Zeit abgelaufen ist, verliert er den Zugriff auf die Software, bis er für mehr Nutzungszeit bezahlt.
Was ist eine Aggregate-Use-Time-Lizenz?
Eine Aggregate-Use-Time-Lizenz gilt für mehrere Benutzer bei nutzungsbasierter Abrechnung. Bei diesem Modell kann ein Unternehmen eine bestimmte Anzahl von Stunden lizenzieren und nachverfolgen, welche ihrer Teams die Software nutzen. Eine noch ausgefeiltere Nutzung der Aggregate-Use-Time-Lizenz ermöglicht es dem Kunden, verschiedene Versionen der Software mit unterschiedlichen Funktionen für Teams mit wechselnden Anforderungen zu lizenzieren, aber die Gesamtnutzung der Software durch das Unternehmen zu Abrechnungszwecken als eine einzige Lizenz zu erfassen.
Was ist eine befristete Lizenz?
Eine befristete Lizenz sieht ein Startdatum, in der Regel das Kaufdatum, und ein Enddatum für den Zugriff auf die Software vor. Technisch gesehen kann auch eine Abonnementlizenz unter diese Definition fallen. Bei einer befristeten Lizenzierung geht man jedoch davon aus, dass Entwickler und Kunde nicht unbedingt mit einer Verlängerung der Lizenz rechnen.
Was ist eine Testlizenz?
Die Testlizenz ist ebenfalls durch Erwartungen definiert: Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Lizenz, die es den Benutzern ermöglichen soll, die Software auszuprobieren, bevor sie den vollen Preis dafür bezahlen. Die Bedingungen für eine Testlizenz können sehr unterschiedlich sein. Sie kann eingeschränkte Funktionen oder Benutzer umfassen und es kann erforderlich sein, dass die Kunden Kreditkartendaten angeben, um auf die Software zugreifen zu können. Möglicherweise ist sie nicht einmal kostenlos, sondern wird zu einem ermäßigten Preis oder mit einer kürzeren Bindungsfrist angeboten als die Lizenzen, die der Entwickler normalerweise anbietet.
Was ist eine projektbasierte Lizenz?
Eine projektbezogene Lizenz ist eine temporäre Lizenz, die es Mitarbeitern außerhalb einer Organisation ermöglicht, die Softwarelizenzen der Organisation für die Dauer ihrer Zusammenarbeit zu nutzen. Mit projektbasierter Lizenzierung kann ein Softwarekunde anderen Personen Zugriff gewähren und manchmal sogar festlegen, auf welche Funktionen oder welche Nutzungsdauer der neue Benutzer zugreifen darf.
Was ist eine akademische Lizenz?
Eine akademische Lizenz ist eine Lizenzvereinbarung, die auf die Bedürfnisse von Studenten, Lehrern oder Bildungseinrichtungen zugeschnitten ist. Sie kann Funktionen enthalten, die für diese Gruppen besonders attraktiv sind, und bietet fast immer ermäßigte Preise oder andere Zahlungsbedingungen als eine nicht-akademische Lizenz. Für einige Anbieter ist dies eine hervorragende Möglichkeit, Studenten mit ihrem Produkt vertraut zu machen, damit diese sich nach ihrem Abschluss eher dafür entscheiden.
Was ist eine On-Demand-Lizenz?
Bei der On-Demand-Lizenzierung handelt es sich um eine Form der gebührenpflichtigen Lizenzierung, die häufig auf der Nutzungszeit basiert. Bei einer On-Demand-Lizenz zahlt der Softwarekunde für einen begrenzten Zeitraum, den er aber nach Belieben aufteilen kann, d. h. die Software ist auf Abruf verfügbar und nicht abhängig von der verstrichenen Zeitspanne.
Was ist eine Offline-Nutzungslizenz?
Eine Offline-Nutzungslizenz ist eine zeitlich befristete Lizenz oder eine Abonnementlizenz, mit der ein Kunde die Software auch auf sein eigenes Gerät herunterladen und ohne Internetverbindung nutzen kann. Es ist vergleichbar mit der Ausleihe eines Buches in einer Bibliothek: Sie erhalten das physische Exemplar des Buches und der Bibliothekar hat keinen Zugriff darauf, Sie haben es jedoch nicht direkt gekauft. In die Software können die Daten zum Ablauf der Lizenz eingebettet sein, so dass der Zugriff nach Ablauf der Lizenzzeit eingeschränkt werden kann. Die Offline-Nutzungslizenzierung ist eine wichtige Option für Geräte, die an Orten ohne Internetzugang eingesetzt werden, z. B. in gesicherten Einrichtungen, auf Baustellen, in Minen oder in Fahrzeugen mit großer Reichweite.
Was ist eine Gerätelizenz?
Bei der Gerätelizenzierung kann die Software auf einer bestimmten Anzahl von Geräten genutzt werden. Sie wird auf den Geräten installiert und kann anschließend von jedem Benutzer genutzt werden. Wenn der Kunde die Software auf einem neuen Gerät verwenden möchte, muss er sie zunächst auf einem anderen Gerät deinstallieren. Diese Art von Lizenz wird häufig von Schulen, Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen genutzt.
Was ist eine verankerte Lizenz?
Die gerätebasierte Lizenzierung ähnelt der gerätebasierten Lizenzierung, mit dem Unterschied, dass die Lizenz an ein bestimmtes Gerät und nicht an eine bestimmte Anzahl von Geräten gebunden ist. Das kann daran liegen, dass die Software ein fester Bestandteil des Geräts ist (z. B. bei einem intelligenten Kühlschrank), oder es kann einfach eine Möglichkeit für das Unternehmen sein, die Nutzung und Sicherheit der Software zu kontrollieren.
Wählen Sie Ihr Modell und verwalten Sie es mit Bedacht
Um das richtige Softwarelizenzierungsmodell zu finden, müssen Sie Ihre langfristige Strategie, die Stärken und Schwächen Ihrer Software, die finanziellen und sicherheitstechnischen Bedürfnisse Ihrer Benutzer sowie die Art und Weise, wie diese Ihre Software nutzen sollen, genau recherchieren. Wenn Sie sich für ein Modell entschieden haben, ist die Arbeit damit jedoch noch nicht getan.
Auch wenn Ihre Software an die Kunden lizenziert wurde, müssen Sie den Überblick behalten. So stellen Sie sicher, dass Sie auf für deren Bereitstellung bezahlt werden. Gleichzeitig können Sie aber auch Daten sammeln, die Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Software verbessern und den Umsatz steigern können. Erfahren Sie mehr über die Lizenzverwaltungslösungen von Thales und wie wir Ihnen helfen können, das Beste aus jedem Ihrer Produkte herauszuholen.


